Ranftweg

800 Jahre Sonnengesang

Feldkirch Raphaela Sonnengesang4 2Franziskus poetisches Credo vom Frühling 1225

Im Frühling 1225 dichtet Franziskus sein schönstes Lied. Der altumbrische «Lobpreis für die Geschöpfe» eröffnet die Geschichte der italienischen Poesie und geht in die Weltliteratur ein. Seine feinsinnige Struktur macht die Komposition zu einem poetisch-tiefsinnigen Glaubensbekenntnis. Die erste Fassung weist nach einem kurzen Auftakt nur 6 Strophen auf. Die Strophen auf die Menschen und auf den Tod folgen erst in weiteren Bearbeitungen.

Franziskus ist 42-jährig, schwer krank und nahezu blind, als er in San Damiano von Brüdern und Schwestern gepflegt den Durchbruch in einer schweren inneren Krise erlebt. Die neu erfahrene Zuwendung Gottes lässt ihn den Lobgesang der drei Jünglinge im Feuerofen aufgreifen (Daniel 3, 52-90), aus dem er sorgfältig sieben Geschöpfe auswählt. Die Klima- und Wetterlagen im biblischen Lied werden in der Strophe von Wind und Luft verdichtet.

Weiterlesen

Werkwoche Tauteam in Portugal

PortoMit dem Ziel, eine franziskanische Reise auf den Spuren des heiligen Antonius von Padua zu entwerfen, begab sich das erweiterte Tauteam für eine Woche nach Portugal. Wir erlebten dort Anfang März ebenso schöne wie spannende Frühlingstage.

Weiterlesen

Mattenkapitel der INFAG in Ellwangen

Brich Dir ein Loch in die Mauer - Was bleiben will, muss sich wandeln

INFAG Mattenkapitel A8„Brich Dir ein Loch in die Mauer – Was bleiben will, muss sich wandeln“: Unter diesem Motto fand vom 23. bis 25. Mai das 2. Mattenkapitel der Interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft (INFAG) statt. Die rund 70 Teilnehmer und Teilnehmerinnen vertraten dabei die ganze breite der franziskanischen Gemeinschaft. Franziskaner und Franziskanerinnen, Kapuziner, Franziskaner-Minoriten sowie Mitglieder verschiedener Einrichtungen des 3. Ordens folgten dem Ruf ins Tagungshaus neben der beeindruckenden Wallfahrtskirche „Zu Unserer Lieben Frau“ auf dem Schönenberg bei Ellwangen. Sie reisten an aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Zudem nahmen Gäste aus Brasilien und Benin teil.

Br. Maximilian Feigl berichtet aus erster Hand:

Weiterlesen

Ein Pilgertag zu 800 Jahren Sonnengesang

Ranftweg2023 Etappe5gMit Bruder Wind unterwegs in den Ranft

Im Frühling 1225 hat Franz von Assisi den Sonnengesang gedichtet. Die Strophen auf die sichtbaren Geschöpfe dürften im März oder April etstanden sein, jene auf den Menschen im Mai. Unser Ranftweg vom 10. Mai 2025 vertieft sich mit Impulsen in die Strophe über Bruder Wind, Luft und jegliches Wetter. - Auf zwei Pilgerwegen in den Ranft erleben wir das individuelle Unterwegssein gemeinschaftlich: mit Gefährtinnen und Gefährten, in der aufblühenden Natur und mit Impulsen, die uns mit allen Sinnen als Teil der Schöpfungsfamilie erleben lassen.

Weiterlesen

Franziskanische Momente im Kloster Dornach

KlosterDornach SonnenuhrSeit dem Wegzug der letzten Franziskanerinnen aus Mariastein und Basel ist die Schweiz nördlich des Jura «franziskanisch blank». Das Kulturkloster Dornach reagiert darauf kreativ: Monatlich lädt es zu zwei Stunden "abendliches Innehalten – franziskanisch". Nadia Rudolf von Rohr, Br. Niklaus Kuster und Felix Terrier gestalten fünf Abende im ehemaligen Kapuzinerkloster. Sie stehen im Zeichen von «Augenhöhe»: am 28. Januar «mit Christus» (Gebetskunst), am 18. Februar «mit der Welt» (Weltliebe), am 11. März gesellschaftlich sensibel (Elisabeth von Thüringen), am 29. April im Umgang mit Tieren und am 20. Mai in der Sorge für die Schöpfung als Ganze.

Weiterlesen

Franz von Assisi in der ältesten Bildbiografie

Barditafel FranzGesichtBuch-Vernissage im Kloster Rapperswil

Bruder Franz vereint heute die Weltreligionen, die in Assisi gemeinsam für eine friedlichere Welt einstehen. Er inspiriert Dichterinnen und Musiker, steht für eine beherzte Ökologie und beflügelt Papst Franziskus im Einsatz für Geschwisterlichkeit ohne Grenzen. Was macht den Mystiker aus dem mittelalterlichen Assisi zum Propheten in der Gegenwart? Die Antwort liegt in seinem Leben. Lange bevor Giotto es in weltberühmten Freskenzyklen schilderte, entstand in Florenz die erste Bildbiografie des Bruders. Die Tafel mit zwanzig Lebensszenen wird in einem neuen Buch eingehend erschlossen: Die Präsentation findet am 30. März im Kloster Rapperswil statt.

Weiterlesen

«Das ganze Meer in einem Tropfen»

TropfenDie offene franziskanische Tagung vom 2. Februar hat ihre Ankündigung erfahrbar gemacht. Menschen suchen und empfinden das Wir unterschiedlich, und Zugehörigkeit wird enger oder weiter verstanden. Der Kreis der Teilnehmenden selbst spiegelte etwas von der Buntheit unserer Gesellschaft, die immer vielfältiger und pluraler wird. Die intensive Auseinandersetzung mit unserer sozialen Realität begann spielerisch und machte dann mit der aktualisierten «Sinus-Milieu-Studie» von 2024 vertraut. Sie beschreibt zehn Untergruppen der Schweizer Gesellschaft, die sich durch den materiellen Status, Interessen, Werte und Grundhaltungen voneinander unterscheiden. Was braucht es, damit ich von Gemeinschaft spreche? Was braucht es, dass unsere Gesellschaft neu zu einem verbindenden Gemeinsinn findet? Der islamische Mystiker Rumi

Weiterlesen

Lebens- und Glaubenswege begleiten - erster Kurs vollendet!

Bigorio CAS Kurs2024 Okt RefektoriumLeben gelingt in der Auseinandersetzung mit sich selbst und in der Begegnung mit anderen. Menschen auf ihrem persönlichen Weg zu begleiten ist eine Kunst: in der Seelsorge, in der Bildungsarbeit, in sozialen Berufen, im Management wie auch im eigenen Alltag. Ein neues Weiterbildungsangebot ermöglicht Erfahrungen und eröffnet Räume der Reflexion für das tiefere Verständnis von Lebens- und Glaubenswegen.

Weiterlesen

Fenster in die Welt - erschreckend und befreiend

Feldkirch Kapuziner FensterEwigkeitMutet Ihr euch die Tagessschau noch zu? Zahlreiche Bekannte in unserem Umfeld tun es nicht mehr! Schreckliche Kriege in der Ukraine, Gaza und Sudan mit Zerstörung und Toten ohne Ende, der Machtwechsel in Amerika, der Aufstieg von Autokraten in Europa, Klimakatastrophen... Der Ausblick ins Neue Jahr ist wenig hoffnungsvoll! Nicht wenige schliessen daher zum Selbstschutz die medialen Nachrichtenfenster.

Das Fenster unseres Briefes eröffnet andere Ausblicke: Sonne, Mond und Sterne, die ihre Kreise ziehen und unserer Welt Farben, Leben und Orientierung geben:

Weiterlesen