Ranftweg

Franziskus und die Liebe zu Tieren

TZ105 TitelbildEine zweite TAUZEIT zu Schöpfungsliebe und Mitweltsorge

Das Juni-Heft unserer Basiszeitschrift widmet sich Geschöpfen, die im Sonnengesang nur mitgemeint sind: Tieren und dem menschlichen Umgang mit ihnen. Zwei deutsche Biologinnen lesen die Tiergeschichten über den Poverello sowohl naturwissenschaftlich wie spirituell. Eine Luzerner Biblikerin verdeutlicht die ermutigende Weisheit in den biblischen Schöpfungsberichten. Eine Journalistin fragt nach gesunden Formen der Tierliebe, eine Seelsorgerin plädiert für Abschiedsgottesdienste, die der Trauer um Tiere Raum geben. Das Redaktionsteam staunt darüber, was wir Menschen von Tieren lernen können.

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Prag - franziskanisch

Prag Belvedere MoldauWie reich und vielfältig sich der franziskanische Spirit in 800 Jahren entfaltet hat, zeigt sich nicht nur in Assisi. Eine eindrückliche Hochsommerwoche in Prag hat die Vielfalt erlebbar gemacht. Die franziskanische Geschichte beginnt mit ersten Brüdern, die 1228 an der Moldau eintreffen, und mit der Gründung eines Franziskushospitals und eines Klosters Armer Schwestern, beides initiiert von der Königstochter Agnes von Böhmen am Rande des jüdischen Ghettos. Reiche Akzente setzten über die Prinzessin hinaus, die selbst Schwester wird, die observanten Franziskaner, denen die Krönungskirche Maria zum Schnee anvertraut worden ist, und die Kapuziner auf dem Burghügel.

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Du im Wir - Bigoriotagung 2025

Bigorio2025 Convento Garten5Schweizerinnen müssen nicht 800 km weit fahren, um einen Hauch Assisi zu erleben. In der Westschweiz weht ein Souffle d'Assise im französischsprachigen Unterwallis. Die Deutschschweiz lädt jeden Juni zu einer speziellen Tagung ins Tessiner Bergkloster Bigorio. Der älteste Kapuzinerkonvent des Landes erinnert mit seiner Lage hoch über den Tälern um Lugano und in seiner rustikalen Architektur an die Klösterchen der frühen Franziskaner im Tiber- und im Rietital.

Die 17. Bigoriotagung widmete sich dem Thema der franziskanischen Mission. Impressionen der drei Tage sprechen von einem geschwisterlichen, intensiven und ganzheitlichen Kursgeschehen:

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800 Jahre Sonnengesang

Feldkirch Raphaela Sonnengesang4 2Franziskus poetisches Credo vom Frühling 1225

Im Frühling 1225 dichtet Franziskus sein schönstes Lied. Der altumbrische «Lobpreis für die Geschöpfe» eröffnet die Geschichte der italienischen Poesie und geht in die Weltliteratur ein. Seine feinsinnige Struktur macht die Komposition zu einem poetisch-tiefsinnigen Glaubensbekenntnis. Die erste Fassung weist nach einem kurzen Auftakt nur 6 Strophen auf. Die Strophen auf die Menschen und auf den Tod folgen erst in weiteren Bearbeitungen.

Franziskus ist 42-jährig, schwer krank und nahezu blind, als er in San Damiano von Brüdern und Schwestern gepflegt den Durchbruch in einer schweren inneren Krise erlebt. Die neu erfahrene Zuwendung Gottes lässt ihn den Lobgesang der drei Jünglinge im Feuerofen aufgreifen (Daniel 3, 52-90), aus dem er sorgfältig sieben Geschöpfe auswählt. Die Klima- und Wetterlagen im biblischen Lied werden in der Strophe von Wind und Luft verdichtet.

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Werkwoche Tauteam in Portugal

PortoMit dem Ziel, eine franziskanische Reise auf den Spuren des heiligen Antonius von Padua zu entwerfen, begab sich das erweiterte Tauteam für eine Woche nach Portugal. Wir erlebten dort Anfang März ebenso schöne wie spannende Frühlingstage.

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Mattenkapitel der INFAG in Ellwangen

Brich Dir ein Loch in die Mauer - Was bleiben will, muss sich wandeln

INFAG Mattenkapitel A8„Brich Dir ein Loch in die Mauer – Was bleiben will, muss sich wandeln“: Unter diesem Motto fand vom 23. bis 25. Mai das 2. Mattenkapitel der Interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft (INFAG) statt. Die rund 70 Teilnehmer und Teilnehmerinnen vertraten dabei die ganze breite der franziskanischen Gemeinschaft. Franziskaner und Franziskanerinnen, Kapuziner, Franziskaner-Minoriten sowie Mitglieder verschiedener Einrichtungen des 3. Ordens folgten dem Ruf ins Tagungshaus neben der beeindruckenden Wallfahrtskirche „Zu Unserer Lieben Frau“ auf dem Schönenberg bei Ellwangen. Sie reisten an aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Zudem nahmen Gäste aus Brasilien und Benin teil.

Br. Maximilian Feigl berichtet aus erster Hand:

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Ein Pilgertag zu 800 Jahren Sonnengesang

Ranftweg2023 Etappe5gMit Bruder Wind unterwegs in den Ranft

Im Frühling 1225 hat Franz von Assisi den Sonnengesang gedichtet. Die Strophen auf die sichtbaren Geschöpfe dürften im März oder April etstanden sein, jene auf den Menschen im Mai. Unser Ranftweg vom 10. Mai 2025 vertieft sich mit Impulsen in die Strophe über Bruder Wind, Luft und jegliches Wetter. - Auf zwei Pilgerwegen in den Ranft erleben wir das individuelle Unterwegssein gemeinschaftlich: mit Gefährtinnen und Gefährten, in der aufblühenden Natur und mit Impulsen, die uns mit allen Sinnen als Teil der Schöpfungsfamilie erleben lassen.

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Franziskanische Momente im Kloster Dornach

KlosterDornach SonnenuhrSeit dem Wegzug der letzten Franziskanerinnen aus Mariastein und Basel ist die Schweiz nördlich des Jura «franziskanisch blank». Das Kulturkloster Dornach reagiert darauf kreativ: Monatlich lädt es zu zwei Stunden "abendliches Innehalten – franziskanisch". Nadia Rudolf von Rohr, Br. Niklaus Kuster und Felix Terrier gestalten fünf Abende im ehemaligen Kapuzinerkloster. Sie stehen im Zeichen von «Augenhöhe»: am 28. Januar «mit Christus» (Gebetskunst), am 18. Februar «mit der Welt» (Weltliebe), am 11. März gesellschaftlich sensibel (Elisabeth von Thüringen), am 29. April im Umgang mit Tieren und am 20. Mai in der Sorge für die Schöpfung als Ganze.

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Franz von Assisi in der ältesten Bildbiografie

Barditafel FranzGesichtBuch-Vernissage im Kloster Rapperswil

Bruder Franz vereint heute die Weltreligionen, die in Assisi gemeinsam für eine friedlichere Welt einstehen. Er inspiriert Dichterinnen und Musiker, steht für eine beherzte Ökologie und beflügelt Papst Franziskus im Einsatz für Geschwisterlichkeit ohne Grenzen. Was macht den Mystiker aus dem mittelalterlichen Assisi zum Propheten in der Gegenwart? Die Antwort liegt in seinem Leben. Lange bevor Giotto es in weltberühmten Freskenzyklen schilderte, entstand in Florenz die erste Bildbiografie des Bruders. Die Tafel mit zwanzig Lebensszenen wird in einem neuen Buch eingehend erschlossen: Die Präsentation findet am 30. März im Kloster Rapperswil statt.

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