Ranftweg

Franziskanisches Forum

FranzForum2013-Podium2Beziehungsarm - beziehungsreich

Moderne Gesellschaft und franziskanische Beziehungskultur

„Beziehungsarm und beziehungsreich“ zeigen sich Kirche und Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, aber auch religiöse Gemeinschaften in der Bewegung von Franziskus und Klara. Das diesjährige Franziskanische Forum hat sich am 22. September intensiver mit modernen Trends befasst. Politik geschieht immer schnelllebiger, globaler und vernetzter. Franz Steinegger plädierte für eine Entschleunigung wichtiger Entscheidungsprozesse. Dass auch international tätige Unternehmen auf menschliche Beziehungskultur und achtsamen Umgang bauen, zeigte Priska Jansen, Mit-CEO des Oberrieter Stahl-Gruppe überzeugend auf. Birgitta Aicher vom Pastoralamt der Diözese Basel liess Chancen und Spannung deutlich werden, welche grössere Seelsorgeeinheiten ins vertraute kirchliche Gemeindeleben bringen. Der Kapuziner Willi Anderau plädierte für einen fruchtbaren Umgang mit neuen sozialen Kommunikationsmitteln, die zwar nur nominelle Freunde schaffen und doch reiche Vernetzungsmöglichkeiten bieten. Fridolin Wyss eröffnete berührende Einblicke in die Luzerner Gassenarbeit und Martina Kreidler rief als Referentin für Familienpastoral dazu auf, modernen Menschen in ihren oft brüchigen Beziehungs- und Lebensgeschichten mit der Offenheit Jesu zu begegnen.

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Von Pontarlier nach Vevey auf der Via Francigena

dsc00225 - kopiePontarlier-Vevey
07. – 14. 09. 2013

(Teilstück der Via Francigena)

Wechselnde Pfade, Schatten und Licht .... dazu heftige
Regenschauer mit Blitz und Donner, aber auch Rebbergwanderungen in der Sonne
prägten diese „Woche der Superlative": Von den Jurahöhen an den Genfersee – ein grossartiges, spirituelles, kulturelles und kulinarisches Erlebnis.

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Kultur - Natur - Spiritualität

Prag-Veitsdom-2013Juni1Sommerzeit ist Reisezeit - auch für uns und Menschen, die unterwegs "Natur - Kultur - Spiritualität" verbinden wollen. Gleich drei Reisen folgten in Thüringen den Spuren der Landgräfin Elisabeth, die zur Mutter Theresa des Mittelalters wurde. Eine zweite unserer "klassischen Destinationen" liess fünfzig Urnerinnen und Urner Prag und Böhmen erkunden. Einst die Mitte Europas, erzählt die "Goldene Stadt"  eine 1000-jährige Geschichte, in der auch Schwester Agnes fasziniert. Unser Bild zeigt den Veitsdom abends in goldenem Glanz. Eine dritte Reise führte in Neuland: Die kulturelle "Kelter Europas", wie Carl Zuckmayer das Rheinland nannte, begeisterte Mitte August vierzig Interessierte von Freiburg und Worms bis Köln und Aachen. Zu den spirituellen Brennpunkten zählen das Zisterzienser-Kloster Maulbronn, die Abtei St. Hildegard bei Bingen und Köln mit dem Dominikaner Albert dem Grossen, dem Franziskaner Duns Scotus, dem Sozialpionier Adolf Kolping und der Karmelitin Edith Stein. Ihre Erstauflage erlebte auch unsere franziskanische Reise durch Südfrankreich.

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Walter Steffen zu Ehren

WalterSteffen-Brunnen2013aEin heisser Juniabend am Urnersee. Der Urirotstock leuchtet weiss im letzten Sonnenlicht. Auf der weiten Wiese am Ufer spielen Kinder, am Quai flanieren Pärchen und auf den Sitzbänken plaudern Senioren. Nach einem feinen Essen im Dorf Brunnen haben wir unseren Teamältesten und "dottore" Walter Steffen auf das Steinmonument der Fünften Schweiz steigen lassen. Die Tagung im Tessiner Kloster Bigorio über "Gastfreundschaft franziskanisch" wird tags darauf das Finale seines Einsatzes im Tauteam markieren. Symbolische Geschenke führen vor Augen, was die franziskanische Schweiz ihm verdankt.

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In den Ranft - pfingstlich

Ranftweg2013-BetanienSo schön kann Frühling sein! So blau der Himmel, so golden leuchtend die Mai-Wiesen, so erfrischend grün die sonnigen Wanderwege...
Der einzige strahlend schöne Tag zwischen Auffahrt und Pfingstmontag fiel ausgerechnet auf das Datum unseres Ranftweges. Wie jeden Frühling haben franziskanische Quellentexte von Stans und Sachseln zur Einsiedelei von Bruder Klaus begleitet. In der ersten Gruppe sind auch sechs angehende Brüder Kapuziner mitgepilgert. Sie folgten mit zwanzig Gefährtinnen und Gefährten dem Weg, den der Stanser Pfarrer in einer Dezembernacht 1481 hin- und zurücklegte, um mit Klaus von Flüe ein Auseinanderbrechen der Eidgenossenschaft zu verhindern. Uns begleiteten allerdings nicht politische Sorgen, sondern spannende spirituelle Impulse.

Erste Reisen nach Assisi und Rom

Vatikan-Petersplatz-TaubeSonneSpiritualität lässt sich in Menschen erleben: wer immer "von Gott inspiriert" lebt und handelt, drückt sie aus. Spiritualität lässt sich in Texten oder Musik hören, in Bildern betrachten, in Kreisen tanzen und an Kursen vertiefen: dazu hat uns das Winterhalbjahr reichen Anlass gegeben. 

Spiritualität lässt sich aber auch auf Wegen erschliessen. Erste "Reisen mit Tiefe und Weite" stimmen uns auf ein reiches spirituelles Jahr mit vielfältigen Gruppen unterwegs ein.

Weltkloster - Kloster der Weltreligionen

WeltklosterRadolfzellEs gibt vieles, das die Weltreligionen verbindet:  die Wachheit, über die alltäglichen Geschäfte hinauszusehen, das Bemühen, die Sinnfragen der Menschen zu beantworten,das innerste Wissen, dass es "MEHR als alles" gibt, aber auch die liebende Sorgfalt, Lebensweisheit und Gotteserfahrungen früherer Generationen weiter zu tragen. Zum schönsten, was Welt- und Naturreligionen verbindet, gehört die Mystik.

Am Bodensee ist vor wenigen Jahren ein spezielles Kloster entstanden, das sich den Weltreligionen als Ort der Begegnung, des gemeinsamen Lebens, Betens und Wirkens anbietet. Die Stadt Radolfzell hat die erhaltenen Gebäudeteile des ehemaligen Kapuzinerklosters für dieses spannende Expriement zur Verfügung gestellt. 
Br. Niklaus hat sich erstmals auf den Boden des Klosters gewagt, das im 17. Jahrhundert von der Schweizer Provinz gegründet worden war. Sein Vortragsabend über Franz von Assisi als Prophet des Dialogs mit dem Islam hat die stimmungsvollen Kellergewölbe des Klosters dicht gefüllt.

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Klara von Assisi - "quellfrisch"

KlaraQuellen-CoverKlara von Assisi - "quellfrisch"

 
"ad fontes" - zu den Quellen, verlangten die Humanisten, um sowohl der Geschichte wie auch Menschen und ihrer Botschaft gerecht zu werden.
Vier Jahre nach dem Sammelband der Franziskus-Quellen liegt nun auch die deutsche Ausgabe aller bedeutsamen Textzeugnisse vor, in denen Klara selber spricht oder in denen ihr Leben, ihre Gemeinschaft und ihre Wirkungsgeschichte Thema sind.
Die beiden gelehrten Franziskaner Johannes Schneider (Salzburg) und Paul Zahner (Graz/Näfels) haben als Herausgeber eine Herkulesarbeit verrichtet, und sieben Mitarbeiterinnen und elf Mitarbeiter haben insgesamt über 1600 Seiten zusammengetragen: Quellentexte in neuen Übersetzungen, viele davon erstmals überhaupt deutsch greifbar, alle auf dem neuesten Forschungsstand vorgestellt, eingeleitet und kommentiert. 
Die Frauen des Mittelalters, die derart gut dokumentiert sind, lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen. Tatsächlich ist Klara die erste Frau der christlichen Geschichte, die eine Regel für Frauen schrieb und dafür die kirchliche Anerkennung fand. 
 

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Franziskus für Kinder und Jugendliche

Arnold-Franziskus-WerbungKurz nachdem Patmos zwei erste Franziskus-Bände des französischen Comic-Klassikers Loupio auf deutsch aufgelegt hat (siehe unten), bringt der Luzerner Rex-Verlag ein Franziskusbuch für Kinder und Jugendliche heraus. Verfasst hat die leicht lesbare Lebensgeschichte der Ethiker Markus Arnold, Dozent am Religionspädagogischen Institut RPI der Universität Luzern.

Die spannende Abenteuergeschichte führt mit packenden Dialogen und anschaulichen Szenen ins Mittelalter, in die Familien reicher Kaufleute wie auf die Strasse zu den Bettlern, in Streitigkeiten zwischen kirchlichen und weltlichen Fürsten und in den Kreuzzug gegen die Sarazenen. Francesco, junger Modefachmann und Partyhengst in Assisi, will Ritter werden. Krieg und Gefangenschaft bringen ihn aber zum Nachdenken. Der Junge bekehrt sich zu einem Leben ohne Gewalt. Er bricht mit dem Vater und dessen bürgerlichen Ansprüchen und gründet mit seinen Freunden eine Bruderschaft, die Erfolge und Misserfolge durchlebt. 

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