Klaras Schwestern in der Schweiz
Klara von Assisi fasziniert seit Jahrhunderten. Ihre Schwestern fanden schon früh in die Schweiz, wenn sie auch nicht zum Zweig der "armen Klarissen", sondern zu den "reichen Klarissen" gehörten. Arme Klarissen hätten die Schweizer wohl auch nicht akzeptiert...
Heute sind es zwei Neugründungen, die den Orden der hl. Klara in der Eidgenossenschaft wieder präsent machen, nachdem die Reformation zu einem Kahlschlag in der Klosterlandschaft geführt hatte. In der Westschweiz leben Klarissen im Monastère de Sainte Claire über dem Lac Léman bei Vevey. In der Südschweiz ist von Perugia aus 1992 eine Neugründung über dem Lago di Lugano erfolgt. Die Klarissen von Cademario haben Anfang September ihre Leitung neu gewählt. Sie schreiben ihren Freunden und Geschwistern in der Deutschschweiz:
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Pilgerwanderwoche für Mutige
Unsere Pilgerwoche war ein Abenteuer und einmal mehr grossartig! Sie verband Orte miteinander, die Franziskus überaus lieb waren: die Nähe zum Himmel auf dem Berg La Verna mit dem Spoletotal und seinen fruchtbaren Feldern, die einsamen Waldhöhen der östlichen Toskana mit Städtchen am jungen Tiber, grüne Olivenhaine mit silberklaren Bachläufen – und das Geschehen von La Verna in Francescos letzten Jahren mit dem Ort seiner Jugend, der Stadt Assisi.
Das Bild zeigt die abendliche Überquerung des Tiber kurz vor San Sepolcro, wo wir dann auch am Flussufer lagerten (Foto: Bruno Wüst)
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Franziskanisches Forum
Beziehungsarm - beziehungsreich
Moderne Gesellschaft und franziskanische Beziehungskultur
„Beziehungsarm und beziehungsreich“ zeigen sich Kirche und Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, aber auch religiöse Gemeinschaften in der Bewegung von Franziskus und Klara. Das diesjährige Franziskanische Forum hat sich am 22. September intensiver mit modernen Trends befasst. Politik geschieht immer schnelllebiger, globaler und vernetzter. Franz Steinegger plädierte für eine Entschleunigung wichtiger Entscheidungsprozesse. Dass auch international tätige Unternehmen auf menschliche Beziehungskultur und achtsamen Umgang bauen, zeigte Priska Jansen, Mit-CEO des Oberrieter Stahl-Gruppe überzeugend auf. Birgitta Aicher vom Pastoralamt der Diözese Basel liess Chancen und Spannung deutlich werden, welche grössere Seelsorgeeinheiten ins vertraute kirchliche Gemeindeleben bringen. Der Kapuziner Willi Anderau plädierte für einen fruchtbaren Umgang mit neuen sozialen Kommunikationsmitteln, die zwar nur nominelle Freunde schaffen und doch reiche Vernetzungsmöglichkeiten bieten. Fridolin Wyss eröffnete berührende Einblicke in die Luzerner Gassenarbeit und Martina Kreidler rief als Referentin für Familienpastoral dazu auf, modernen Menschen in ihren oft brüchigen Beziehungs- und Lebensgeschichten mit der Offenheit Jesu zu begegnen.
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Von Pontarlier nach Vevey auf der Via Francigena
Pontarlier-Vevey
07. – 14. 09. 2013
(Teilstück der Via Francigena)
Wechselnde Pfade, Schatten und Licht .... dazu heftige
Regenschauer mit Blitz und Donner, aber auch Rebbergwanderungen in der Sonne
prägten diese „Woche der Superlative": Von den Jurahöhen an den Genfersee – ein grossartiges, spirituelles, kulturelles und kulinarisches Erlebnis.
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Kultur - Natur - Spiritualität
Sommerzeit ist Reisezeit - auch für uns und Menschen, die unterwegs "Natur - Kultur - Spiritualität" verbinden wollen. Gleich drei Reisen folgten in Thüringen den Spuren der Landgräfin Elisabeth, die zur Mutter Theresa des Mittelalters wurde. Eine zweite unserer "klassischen Destinationen" liess fünfzig Urnerinnen und Urner Prag und Böhmen erkunden. Einst die Mitte Europas, erzählt die "Goldene Stadt" eine 1000-jährige Geschichte, in der auch Schwester Agnes fasziniert. Unser Bild zeigt den Veitsdom abends in goldenem Glanz. Eine dritte Reise führte in Neuland: Die kulturelle "Kelter Europas", wie Carl Zuckmayer das Rheinland nannte, begeisterte Mitte August vierzig Interessierte von Freiburg und Worms bis Köln und Aachen. Zu den spirituellen Brennpunkten zählen das Zisterzienser-Kloster Maulbronn, die Abtei St. Hildegard bei Bingen und Köln mit dem Dominikaner Albert dem Grossen, dem Franziskaner Duns Scotus, dem Sozialpionier Adolf Kolping und der Karmelitin Edith Stein. Ihre Erstauflage erlebte auch unsere franziskanische Reise durch Südfrankreich.
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Walter Steffen zu Ehren
Ein heisser Juniabend am Urnersee. Der Urirotstock leuchtet weiss im letzten Sonnenlicht. Auf der weiten Wiese am Ufer spielen Kinder, am Quai flanieren Pärchen und auf den Sitzbänken plaudern Senioren. Nach einem feinen Essen im Dorf Brunnen haben wir unseren Teamältesten und "dottore" Walter Steffen auf das Steinmonument der Fünften Schweiz steigen lassen. Die Tagung im Tessiner Kloster Bigorio über "Gastfreundschaft franziskanisch" wird tags darauf das Finale seines Einsatzes im Tauteam markieren. Symbolische Geschenke führen vor Augen, was die franziskanische Schweiz ihm verdankt.
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In den Ranft - pfingstlich
So schön kann Frühling sein! So blau der Himmel, so golden leuchtend die Mai-Wiesen, so erfrischend grün die sonnigen Wanderwege...
Der einzige strahlend schöne Tag zwischen Auffahrt und Pfingstmontag fiel ausgerechnet auf das Datum unseres Ranftweges. Wie jeden Frühling haben franziskanische Quellentexte von Stans und Sachseln zur Einsiedelei von Bruder Klaus begleitet. In der ersten Gruppe sind auch sechs angehende Brüder Kapuziner mitgepilgert. Sie folgten mit zwanzig Gefährtinnen und Gefährten dem Weg, den der Stanser Pfarrer in einer Dezembernacht 1481 hin- und zurücklegte, um mit Klaus von Flüe ein Auseinanderbrechen der Eidgenossenschaft zu verhindern. Uns begleiteten allerdings nicht politische Sorgen, sondern spannende spirituelle Impulse.
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Erste Reisen nach Assisi und Rom
Spiritualität lässt sich in Menschen erleben: wer immer "von Gott inspiriert" lebt und handelt, drückt sie aus. Spiritualität lässt sich in Texten oder Musik hören, in Bildern betrachten, in Kreisen tanzen und an Kursen vertiefen: dazu hat uns das Winterhalbjahr reichen Anlass gegeben.
Spiritualität lässt sich aber auch auf Wegen erschliessen. Erste "Reisen mit Tiefe und Weite" stimmen uns auf ein reiches spirituelles Jahr mit vielfältigen Gruppen unterwegs ein.