Ranftweg

In den Ranft - pfingstlich

"So schön kann Frühling sein! 
So blau der Himmel, so golden leuchtend die Mai-Wiesen, 
so erfrischend grün die sonnigen Wanderwege...

Ranftweg2013-Betanien

























Der einzige strahlend schöne Tag zwischen Auffahrt und Pfingstmontag fiel ausgerechnet auf das Datum unseres Ranftweges. Wie jeden Frühling haben franziskanische Quellentexte von Stans und Sachseln zur Einsiedelei von Bruder Klaus begleitet. In der ersten Gruppe sind auch sechs angehende Brüder Kapuziner mitgepilgert. Sie folgten mit zwanzig Gefährtinnen und Gefährten dem Weg, den der Stanser Pfarrer in einer Dezembernacht 1481 hin- und zurücklegte, um mit Klaus von Flüe ein Auseinanderbrechen der Eidgenossenschaft zu verhindern. Uns begleiteten allerdings nicht politische Sorgen, sondern spannende spirituelle Impulse: 

Ranftweg2013-KniriUnter dem Thema

Gemeinsame Schritte - gelungenes Leben  

setzte eine erste Station bei der Lebensweise der Apostel an,

die uns das Aufbrechen lehren, gemeinsame Wege wagen 

und Frieden in die Häuser tragen.

Franziskus interpretierte ihre Sendung neu in der eigenen Zeit

und seine Brüder trugen sie über die Alpen. 

Der Chronist erzählt, wie sie im deutschen Sprachraum Fuss fassten.

Bereits kurz danach gelangten erste Franziskaner nach Thüringen,

wo die Landgräfin Elisabeth in ihnen Verbündete fand,

die sie in ihrer spirituellen und sozialen Sehnsucht bestärkten.

Noch weiter weg, in Prag, liess sich die böhmische Königstochter

Agnes von den Franziskanern derart begeistern,

dass sie vom Hradschin ins Schwemmland der Moldau abstieg

und dort in einem Doppelkloster beim Franziskushospital lebte.

Franziskus' Freundin Jacopa führte uns nach Rom zurück
                                                                      und ermutigte, Christusnachfolge in Freundschaft zu leben.

Frei wie die Apostel

Jesus sendet seine Gefährten zu zweit auf den Weg.

Mit leeren Händen bringen sie Frieden in die Dörfer.

Ihr Auftrag lebt von einer grossen Freiheit.

 

Brüderlich wie Franziskus

Die ersten Brüder folgen den Fussspuren Jesu

wie die Apostel.

Sie führen die Sendung in ihrer Zeit und Kultur weiter

und gelangen dabei über die Alpen.

 

Mutig wie Elisabeth und Ludwig

In Thüringen lässt sich die Landgräfin

vom franziskanischen Ideal inspirieren.

Glücklich in ihrer Ehe und provokativ in ihrer Politik

wird die junge Witwe zur Schwester in der Welt.

 

Schwesterlich wie Klara und Agnes

Über 1200 km Distanz wächst eine Freundschaft,

die zwei Schwestern in ihrer Christusliebe bestärkt.

In Konflikt zum Petrusnachfolger

bleiben sie solidarisch zu den Menschen.

 

Freundschaftlich wie Jacoba

Die junge Witwe und Mutter weckt

in Franziskus eine besondere Liebe.

Der Wanderprediger findet in Rom „sein Betanien“.

 

Das Begleitblatt mit den Quellentexten und Wegimpulsen

lässt sich hier herunterladen:

 


Im Ranft sammelten sich um 17°° insgesamt siebzig Personen zur gemeinsamen Eucharistiefeier. Br. Ephrem Bucher gestaltete die Feier am Vorabend vor Pfingsten bereits überaus inspiriert und begeisternd, musikalisch ebenso bewegend unterstützt durch Ursula Späni mit ihrem Saxophon. Von Wetter, Weg und Pilgererfahrung her traumhaft schön, klang der Tag für die meisten bei der anschliessenden Grillade im Waldrastplatz hinter Klausens Elternhaus aus. Dort warteten die Menzinger Schwestern des Flüeli - jene "am Bach" wie jene in der alten Post - mit Feuer, Glut und einer köstlichen Dessertüberraschung auf.

Das folgende Bild zeigt das besinnliches Hören und Verweilen der überaus bunt gemischten Stanser Gruppe bei der Maienkapelle im Kernser Sand.

Ranftweg2013-Sand