Walter Steffen zu Ehren
Ein heisser Juniabend am Urnersee. Der Urirotstock leuchtet weiss im letzten Sonnenlicht. Auf der weiten Wiese am Ufer spielen Kinder, am Quai flanieren Pärchen und auf den Sitzbänken plaudern Senioren. Nach einem feinen Essen im Dorf Brunnen haben wir unseren Teamältesten und "dottore" Walter Steffen auf das Steinmonument der Fünften Schweiz steigen lassen. Die Tagung im Tessiner Kloster Bigorio über "Gastfreundschaft franziskanisch" wird tags darauf das Finale seines Einsatzes im Tauteam markieren. Symbolische Geschenke führen vor Augen, was die franziskanische Schweiz ihm verdankt.
Seit 1992 hat Niklaus mit Walter spezielle Assisireisen begleitet. Sie führten alljährlich jeweils vor den Sommerferien die ersten Klassen des Lehrerinnen- und Lehrerseminars Hitzkirch nach Umbrien. Bis zu 90 junge Leute erlebten da kreative Tage auf den Spuren des jungen Franziskus, tauchten in die italianità ein und beschäftigten sich mit der Geschichte, Geografie, Kultur und Kunst Assisis. Joseph Röösli krönte die Wochen jeweils mit einem abendlichen "concerto in piazza", das Menschenmengen begeisterte. Mit seiner Pensionierung als Seminarlehrer wechselte Walter 2006 in die vielfältige Tauteamarbeit: Er begleitete Reisen nach Assisi und Prag, er führte auf umbrische Pilgerwege und auf die Via Francigena, gestaltete Kurse mit und färbte unsere Vernetzungsarbeit als "freelancer" geistvoll: Sein wacher Blick auf unsere Gesellschaft und seine engagierte Aussenperspektive auf unsere Klöster- und Ordensgemeinschaften wussten sowohl das Wertvolle zu schätzen wie ungute Entwicklungen zu benennen.
Wir freuen uns, dass Walters Frau Rös dem Team noch erhalten bleibt und dass er selber einzelne Projekte weiter mitträgt. Zu ihnen gehört eine spezielle "Assisiwoche für Musikalische", die jeden Frühling stattfindet, und das Weiterpilgern auf der Via Francigena, die vom Jura über den Grossen Sankt Bernhard am Ende nach Rom führt. Und so wird Walter immer wieder auch in Bild und Wort auf unserer Homepage erscheinen. Für den vielseitigen Volleinsatz im Team und in der Franziskanischen Schweiz sagen wir aber auch an dieser Stelle ein "grazie di cuore".

