Friedensweg in den Ranft
Ein Stück Jakobsweg mit Franziskus gegen Compostela
Auch nasskalte Wetterprognosen schrecken echte Pilgerinnen und Pilger nicht. So feierten am ersten Maisamstag gegen Abend über fünfzig Personen in der Ranftkapelle, von denen ein Viertel zu Fuss von Stans her gekommen und die anderen kürzere Wege von Sachseln und vom Flüeli her auf sich genommen haben. Von den Mädchen Larissa und Nicole bis zum hochbetagten Toni füllten Jung und Alt die obere Ranftkapelle zum Gottesdienst, der einen denkwürdigen Weg krönte.
800 Jahre sind es diesen Frühling her, seitdem Franziskus das erste und einzige Mal als Bruder in den Norden kam und Richtung Compostela und Afrika zog. Der Bruderklausenweg, der einem Stück des Schweizer Jakobsweges zusammenfällt, hat die Etappen der Spanienexpedition vom Sommer 1214 auf die eigene Lebenswelt bezogen.
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Regentage im Sunnehügel
... und ein aktueller Blick auf die Franziskanische Schweiz
Ziemlich genau 2000 Schwestern und Brüder zählt die franziskanische Deutschschweiz: Menschen, die mit Franz und Klara von Assisi entschieden Nachfolge Christi wagen und es verbindlich in einer Gemeinschaft tun. Rund 150 davon sind Brüder im Ersten Orden der Franziskaner, 1200 leben als Schwestern in Frauenklöstern und Kongregationen und 600 sind Familienleute und singles in der Franziskanischen Gemeinschaft (FG).
Die aktuellen Zahlen vom 1. Januar 2014 hat uns Sr. Ruth Walker vorgelegt, die Präsidentin des Dachverbandes aller franziskanischen Gemeinschaften der Deutschschweiz INFAG-CH. Das Tauteam traf den INFAG-Vorstand im Sunnehügel, dem jüngsten Mitglied des Verbands und ein überaus vitales dazu. So nennt sich das ehemalige Kapuzinerkloster Schüpfheim heute, in dem ein Kernteam Gäste aufnimmt, die "Abstand zum Alltag suchen", "sich neu orientieren wollen", "Kraft schöpfen" oder die "Sehnsucht nach Gemeinschaft und Stille" stillen möchten. Lukas und Sandra, seit kurzem Eltern der Zwillinge Salome und Mirjam, und Sr. Elisabeth Staubli von den Dorotheaschwestern tragen das Projekt, unterstützt von jungen Zivis und Volontärinnen, und ermöglichten uns eine intensive 1. Mai-Teamwoche im Entlebuch.
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Lesung im Mattli
Komm wieder, Franziskus... wir sind so bereit, uns berühren zu lassen! (Hanns Dieter Hüsch)
Weshalb wohnt der Papst weiterhin im Gästehaus?
Warum schafft er es seit einem Jahr täglich in die Medien - und dies berührend, bewegend, mit "good news"?
Wie kommt es, dass Obama und Putin ihn loben, obwohl der Bewunderte ihre Politik durchaus kritisch bewertet?
Wie kommt es, dass andere Kirchen gerne nach Rom schauen? - und warum regieren sowohl Juden wie Muslima so gut auf Papst Franziskus?
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Assisi - erfrischend spirituell
Eine spezielle Assisiwoche eröffnet unser Reisejahr und erfüllt das Versprechen, dass wir "Reisen mit Tiefe und Weite" anbieten, auf begeisternde Art. Br. Niklaus Kuster hat vom 16.-21. März eine Studien- und Erfahungswoche des Spiritualitätsinstitutes Münster nach Umbrien begleitet. Die Teilnehmenden sind Seelsorgende und Caritas-Mitarbeitende. Auch Verantwortliche aus den Bistumsleitungen von Freiburg, Limburg und Osnabrück waren beteiligt, ebenso Ordensleute - je ein Karmelit, ein Minorit, ein Benediktiner und ein Dominikaner. Die Tage eröffneten selbst Assisi-Kennern neue Zugänge zur Stadt von Franziskus und Klara - und zu ihrer Spiritualität.
Bild: Sentiero Verde am letzten Wintertag, 20. März 2014.
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„auferstehungsleicht“ – Passion führt ins Leben
IMPULS-WEEKEND ZUM PASSIONSSONNTAG
5. - 6. April 2014
Franz von Assisi findet im Kreuz von San Damiano die Quelle seiner Inspiration. Die Ikone weist ihm den Weg aus innerem Dunkel zu Licht und Leben. Leidenschaft für das Leben wird im Kreis Jesu zur Passion.
Erstmals hat das Tauteam im Mattli ein vorösterliches Impuls-Weekend angeboten. Es lud dazu ein, eigene Erfahrungen im Licht der Passionsgeschichte sowie der Ikonen von San Damiano und Josua Bösch zu deuten. Meditative Schritte, biblisch-franziskanische Quellen und kreative Auseinandersetzungen spannten den Bogen ganzheitlich von Samstagvormittag bis Sonntagnachmittag. Sie ermutigen einen bunten Kreis von Ehepaaren und Singles zu einem leidenschaftlichen Leben - biblisch inspiriert und franziskanisch beschwingt.
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Franz von Assisi - vier Abende über einen Visionär
Eine Begegnung mit Franz von Assisi ist immer ein Wagnis! Nichts desto Trotz nahm sich die reformierte Kirchgemeinde Oberarth ein Herz, ganz nach Zwinglis Ausspruch: „Tuond um Gotz Willen etwas Dapfers", und gestaltet ihre diesjährigen Gesprächs-Abende zu Franziskus.
Seine Botschaft fordert die Kirche und die Menschen in ihr bis heute immer wieder heraus. Der erste Gesprächsabend wurde von Nadia Rudolf von Rohr,aus der Franziskanischen Laiengemeinschaft gestaltet. Mehr dazu im Bericht von Silvia van der Kaag:
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Bernardino von Siena
Ein Franziskaner kommt in die Stadt. Er ist Wanderprediger und Sozialpionier. Und er lebt derart eindrücklich und predigt derart begeisternd, dass keine Kirche die Volksmassen mehr fasst, die ihn hören wollen. Was wir heute an Konzerten grosser Stars, an politischen Mega-Events und an Papstbesuchen irgendwo in der Welt erleben, war für Bernardino von Siena im 15. Jahrhundert immer wieder "Alltag" - und für jene, die ihn hörten, ein unvergessliches Highlight. Mütter sollen ihre Söhne eingeschlossen haben, wenn sie vom Kommen des Starpredigers hörten, damit diese nicht mit ihm weiterzogen.
Das Tauteam hat in seiner ersten Klausurzeit auf dem Klosterhügel von Ingenbohl den Kern von Bernardinos Botschaft erschlossen: Es galt dabei in einer Stunde den feinen Kern einer Baumnuss, aus ihrer harten Schale geschält, köstlich und kostbar zu präsentieren.
Gegen 100 Schwestern haben sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und waren von der "Lebensfülle" fasziniert, die Bernardinos Programm echten Christseins auf den Spuren Jesu beinhaltet.
Zur Einladung, deren Weisheit bis heute fasziniert:
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Tagsatzung im Kloster Rapperswil
Was können Reformbewegungen im 21. Jahrhundert von Franziskus lernen?
Mit dieser Frage befasst sich der Verein tagsatzung.ch am 4. Januar 2014 an seiner Tagung im Kapuzinerkloster Rapperswil. Der Verein setzt sich für Reformen in der Kirche ein. An der Veranstaltung nahmen rund 90 Personen teil. Papst Franziskus sei ein Mensch unter Menschen, betonte Niklaus Kuster, Spezialist für franziskanische Spiritualität, am Anfang seines Referates, das im Mittelpunkt der Tagung stand. Sein «Stilwechsel » habe in der Kirche ein ganz neues Klima geschaffen. Mit den folgenden Stichworten skizzierte der Kapuziner das Neue, das der Papst aus Lateinamerika in die Weltkirche hineingebracht hat: «Christliche Praxis vor feinsinniger Theologie; berührende Zeichen statt brillante Reden; geschwisterlich statt väterlich; mitmenschlich statt meisterlich, pilgerndes Volk statt heilige Monarchie». Auch in seiner Zuwendung zu den Ärmsten und Ausgestossenen folge Papst Franziskus seinem grossen Vorbild aus Assisi.
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