Ranftweg

Bernardino von Siena

BernardinoSiena-SanoDiPietroEin Franziskaner kommt in die Stadt. Er ist Wanderprediger und Sozialpionier. Und er lebt derart eindrücklich und predigt derart begeisternd, dass keine Kirche die Volksmassen mehr fasst, die ihn hören wollen. Was wir heute an Konzerten grosser Stars, politischen Mega-Events und an Papstbesuchen irgendwo in der Welt erleben, war für Bernardino von Siena im 15. Jahrhundert immer wieder "Alltag" - und für jene, die ihn hörten, ein unvergessliches Highlight. Mütter sollen ihre Söhne eingeschlossen haben, wenn sie vom Kommen des Starpredigers hörten, damit diese nicht mit ihm weiterzogen.

Das Tauteam hat in seiner ersten Klausurzeit auf dem Klosterhügel von Ingenbohl den Kern von Bernardinos Botschaft erschlossen: Es galt dabei in einer Stunde den feinen Kern einer Baumnuss, aus ihrer harten Schale geschält, köstlich und kostbar zu präsentieren.
Gegen 100 Schwestern haben sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und waren von der "Lebensfülle" fasziniert, die Bernardinos Programm echten Christseins auf den Spuren Jesu beinhaltet. Sr. Tobia Rüttimann hat zum "hausgelieferten Bildungsabend" eingeladen, mit dem das Tauteam sich für die Gastfreundschaft während seiner ersten Arbeitswoche bedankte.

Das Bild zeigt das Rathaus und den Stadtplatz von Siena. Bernardin interpretiert sein Symbol der Christussonne auf der improvisierten Holzkanzel. Dasselbe Symbol wird die Stadt hoch oben am Rathaus anbringen (wo es denn bis heute noch sichtbar ist). Frauen und Männer hören gebannt zu. Wie es in heutigen Moscheen noch immer geschieht, sind sie dabei strikte nach Geschlechtern getrennt und durch einen Vorrang geschieden.

Die folgenden beiden Folien aus einer anschaulichen Annäherung an das Leben des Pioniers, sein Wirken für die Erneuerung des Franziskanerordens (Observanz) und seine Botschaft fassen die praktische Einladung zusammen: "Leben in Fülle" entfalten, in einer typisch franziskanischen Ganzheitlichkeit:

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