Herbstreisen nach Assisi
"Es knospt unter den Blättern, das nennen sie Herbst", sagt Hilde Domin...
Wer den farbenfrohen, warmen und auch herben umbrischen Herbst erleben und vor dem Winter nochmals südliche Sonne tanken möchte, hat dazu zwei Gelegenheiten auf unterschiedlichen Wegen in und um Assisi. In beiden Angeboten hat es aktuell noch freie Plätze!
Von La Verna nach Assisi auf dem Franziskusweg
6. - 14. Oktober 2023
Natascha Rüede, Daniel Eng, Marcel Peterhans
Assisi herbstlich
08.-15. Oktober 2023
Sr. Imelda Steinegger, Eugen Trost


Schon Kinder nehmen Lebensweisheiten mit auf den Weg. Klostergemeinschaften sind reich an Altersweisheit. Und die frühe franziskanische Bewegung kennt Schätze an Weisheit, die auch
Tauzeit Juninummer
Gleich sieben "Reisen mit Tiefe und Weite" haben wir diesen Frühling zu Intensiverfahrungen in Assisi begleitet. Das Spektrum reichte von einem Firmkurs über Studierende der PTH Münster und einen Klosterkreis bis zu einem ökumenischen Aufbruch und einer interreligiösen Woche. Das Bild ist eine sinnige Impression aus der Woche, die Gefährtinnen und Gefährten der drei abrahamitischen Religionen dem "Spirit von Assisi" nachspüren liess: Ein christlicher Gefährte sucht die Wegspur durch den Olivenhain von San Masseo, gefolgt von einem jüdischen und einem islamischen Gefährten.
Im kommenden Frühwinter jährt sich die Bestätigung der franziskanischen Brüderregel und Franziskus’ Weihnachtsfeier in Greccio zum 800. Mal. Sr. Gielia Degonda (Ingenbohl) hat dafür und für die drei Folgejahre ein feines Logo entworfen. Es erinnert zunächst an eine Herberge. Franziskus’ Name bildet den Grund und erinnert daran, dass seine Bewegung die Kirche aus dem Evangelium erneuerte. In der Mitte leuchtet ein Stern, der an Betlehem (1223) und an die österliche Lichtvision von La Verna erinnert (1224).
Mit allen Sinnen, äusseren wie inneren, gemeinsam pilgern: Drei Wege führten am ersten Maisamstag "alla francescana" in den Ranft: Das Bild zeigt die Gruppe, die den längsten Weg wählte und vom Alpnachersee aufbrach. Eine zweite wählte den Visionenweg ab Sachseln und die dritte stieg bedächtig vom Flüeli zur Klause von Bruder Klaus ab. Der Sonnengesang lud dazu ein, die Schöpfung an fünf Stationen ganzheitlich wahrzunehmen - und uns selber als Teil der Mitwelt, die sich in der vollen Farbenpracht des Frühlings zeigte. Besinnliche Impulse wie jener zur Mutter Erde und zu unserem Tastsinn machten auch betroffen. Wir führten uns die Tatsache vor Augen, dass wir in der Schweiz mit dreifachem ökologischem Fussabdruck unterwegs sind. Ein Innehalten dieser Art verbindet, beflügelt und macht nachdenklich - an diesem Tag tief-sinnlich!
Mit Tiefe und Weite leben
Sinnlichkeit und Tiefsinn wurden von christlichen Autoren oft als Gegensätze bezeichnet. Nicht so bei Holdegard von Bingen und Franz oder Klara von Assisi. Der neue Jahrgang von Tauzei widmet sich den Sinnen, den äusseren wie den inneren. Das Märzheft setzte beim Hören an. Der Rabbiner von St. Gallen interpretiert das jüdische Alltagsgebet "Höre, Israel". Ein Benediktiner greift den ersten Satz der Bedetiksregel auf: "Höre, mein Sohn", und ein Franziskaner zeigt auf, warum Franziskus dieses Motiv abwandetl "Hört, ihr Söhne Gottes und meine Brüder". Zwei in der Begleitung von Menschen Erfahrene lassen erkennen, wie