Pilgertage und Studienwoche in Assisi
Assisi zeigt sich überraschend grün in den Tagen um das Franziskusfest. Kurz nachdem Nadia mit einer Gruppe aus dem Tibertal hergepilgert war und von hier in die Stadt aufstieg, kam Papst Franziskus hierher, um oben in San Francesco seine Enzyklika zu unterzeichnen. Und gleichentags begann abends die Studienwoche, die alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit der Universität Luzern stattfindet. Zu allen drei Events kurze Infos und zu den unseren die nächsten Termine.
Die Enzyklika aus Assisi bewegt die Welt!
Erste Reaktionen aus den unterschiedlichsten Medien:
Die franziskanische Pilgerwoche mit bibliodramatischen Elementen und die Studienwoche der Universität Luzern für Religionspädagogen und Seelsorgerinnen finden alle zwei Jahre statt. Diesen Herbst fielen beide Anfang Oktober in die Zeit vor dem Anstieg der zweiten Coronawelle.
Die Studienwoche "Assisi durch Hintertüren" steht über den primären Interessiertenkreis allen offen, die vertiefte Zugänge zur Lebenswelt von Franz und Klara wünschen, selber Gruppen nach Assisi begleiten werden und sich nicht auf den "üblichen" Wegen bewegen wollen. Begleitet wird die Woche neben Nadia und Niklaus von Eugen Trost, Dozent für Jugendarbeit an der Theologischen Fakultät Luzern (RPI) und Bildungsleiter des Mattli: hier coronatauglich mit Maske vor dem Dom San Rufino! Nicht nur Löwen gehen "brüllend umher und schauen, wen sie verschlingen" (Petrusbrief), sondern auch unsichtbare und unhörbare Viren.
Die folgenden Impressionen möchten vedeutlichen, was Assisi denn "durch Hintertüren" bietet. Die nächste Studienwoche dieser Art ist für den übernächsten Sommer geplant, konkret 13.-20. August 2022.
Die Studienwoche folgt dem jungen Franz und der jungen Klara, vertieft sich in ihr Leben in der Stadt, in die Geschichte ihrer Berufung, das Innovative ihrer Bewegung und den Kern ihres Charismas. Dazu lassen wir Quellen und Orte sprechen - und künftige Reisebegleitende entdecken und erleben auch Orte, an denen der franziskanische Spirit besonders spürbar wird.

Klaras "Odyssee" von ihrem Wohnturm über die Portiuncula und das Nonnenkloster San Paolo zu den Waldschwestern von Panzo und ihre Gemeinschaftsgründung in San Damiano lässt uns einen ganzen Tag unterwegs sein, um den Spirit der schwesterlichen Anfänge zu spüren: Christusfreundschaft in der Art von Marta und Maria mit Lazarus in Betanien - sesshaft und im Zusammenspiel von Schwestern und Brüdern, actio und contemplatio, Stadt und Stille.
Dabei verweilen wir auch an "sprechenden" Orten - schweigend und mit tiefsinnigen Ritualen, wie hier in San Masseo: die 1000-jährige Krypta empfing schon den jungen Franz mit ihrer Stille und dem Licht, das ins Dunkel fällt.
Die Woche findet mit öV statt. Wir bewegen uns in der Stadt und ihrem Umfeld soweit eine Gruppe leicht zu Fuss gelangt.
Der Subasio bietet viele Möglichkeiten zu besonderen Erfahrungen: mit Jugendlichem, Familien, Wanderfreudigen, Besinnlichen und Naturfreaks.

Dasselbe gilt bereits für das Tesciotal hinter der Stadt mit seinem Bosco di San Francesco...
... in dem es neben Naturschönheiten auch dieses Fischerboot gibt: Es brachte Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Lampedusa! Assisi lässt nicht nur ins Hoihe Mittelalter blicken, sondern in die weite Welt von heute - und ihren Ruf nach Menschlichkeit!
Auch die neuere Geschichte der Stadt selbst kennt berührende Orte:
in den alten Räumen des Bischofspalast gibt es eine neue Ausstellung zu "Assisi Undergroung": eine Dokumentation des beherzten Einsatzes für verfolgte Juden in der Nazi-Besatzungszeit und deren Rettungsaktionen unter dem Schutz des deutschen Stadtkommandanten Valentin Müller. - In Rivotorto berührt dieser britische Militärfriedhof aus dem Krieg mit Gräbern von Soldaten, die teilweise noch als Teenager im Spoletotal kämpften - und hier für die Befreiung Italiens fielen.
Die nächste Studienwoche dieser Art ist für den übernächsten Sommer geplant, konkret 13.-20. August 2022.

