Ranftweg

Elisabeth von Thüringen

LudwigIV-Elisabeth-Thüringen-DimitrijSchurbin2011Elisabethchronologie ausführlich:
 
Elisabeths Leben in vier Statements:
 
Ein kurzes Leben - bleibende Faszination
 
Landgräfin Elisabeth von Thüringen (* 7. Juli 1207 auf Burg Sárospatak in Ungarn; † 17. November 1231 in Marburg an der Lahn), auch Elisabeth von Ungarn genannt, ist eine Heilige der Katholischen Kirche.

Der Namenstag der Patronin von Thüringen und Hessen fällt auf den 19. November, den Tag ihrer Beisetzung.

Als Sinnbild tätiger Nächstenliebe wird sie auch im Protestantismus verehrt.

Sie ist eine Gestalt des Mittelalters, deren Erinnerung bis in die heutige Zeit lebendig blieb. Runde Jahrestage ihres Geburts- oder Todesdatums sind immer noch Anlass für besondere Gedenkveranstaltungen. So veranstalteten am 750. Todestag im Jahre 1981 die Kirchen in der DDR ihre erste Massenversammlung, bei der Zehntausende auf dem Platz unterhalb des Domberges in Erfurt zusammen kamen.[1]

Anlässlich ihres 800. Geburtstages im Jahre 2007 erinnerten in Deutschland mehrere Ausstellungen an die thüringische Landgräfin.

Die Tochter des ungarischen Königs Andreas II. (* 1177; † 1235) und der Gertrud von Andechs wurde schon als Neugeborene mit einem Sohn des einflussreichen Landgrafen Hermann von Thüringen verlobt und bereits als Vierjährige an den thüringischen Hof gebracht, um in der Familie ihres zukünftigen Ehemannes aufzuwachsen.

Sie kehrte nur als junge Frau noch einmal nach Ungarn zurück.

Frühzeitig fiel Elisabeth von Thüringen, die dem franziskanischem Frömmigkeitsideal nahe stand und sich als discipula dei (Dienerin Gottes) sah, durch eine karitative Tätigkeit auf, die über die Konventionen ihrer Zeit hinausging.

Nach dem Tod ihres Ehemannes kehrte sie dem Hofleben den Rücken, um als einfache und materiell arme Spitalschwester in dem von ihr gegründeten Marburger Hospital persönlich für Bedürftige zu sorgen.

Sie starb im Alter von 24 Jahren.

Vier Jahre nach ihrem Tod wurde sie von Papst Gregor IX. zu Pfingsten 1235 heilig gesprochen.



Wer sich näher für Elisabeth und Thüringen interessiert, findet unter "Reisen" ein Angebot, das wir jährlich anbieten!

Bücher zu Elisabeth von Thüringen:

Ortrud Reber, Elisabeth von Thüringen. Landgräfin und Heilige. Eine Biografie, (Friedrich Pustet) Regensburg 2006.

Elisabeth von Thüringen – eine europäische Heilige. Aufsätze, hg. Dieter Blume – Matthias Werner, (Michael Imhof) Petersberg 2007

Elisabeth von Thüringen – eine europäische Heilige. Katalog, reich illustriert, mit Ausstellungskatalog: ISBN 978 3 86568 251 2, 50 €

Ursula Koch, Elisabeth von Thüringen. Die Kraft der Liebe. Biographischer Roman, (Brunnen) Giessen 62004.

Monika Vogt, Weil wir wie das Schilfrohr im Flusse sind. Begegnungen mit der hl. Elisabeth in Hessen und Thüringen, (Kulturstiftung) Frankfurt – Erfurt – Wiesbaden 22007.

Hörbild „Elisabeth – Rose mit Dornen“.
Eben Mitte August erschienenes modernes Hörbild, gestaltet von der jungen evangelischen Pfarrerin Mechthild Werner: Die dichten Texte wechseln mit mittelalterlicher Musik ab, die vom Pariser Frauenensemble Kantika und den „Freiburger Spielleyt" gesungen wird. Bestellungen über Musikhandel: AMS 8023-2 oder direkt vom Verlag Freiburger Musik Forum: Telefon +49-(0)761-62205
- Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Film
Ein historisch gut gemachter Film (45') des deutschen Fernsehsenders MDR liegt als DVD vor: Elisabeth von Thüringen. Rebellin und Heilige, DREFA Medien 2006 (Vertrieb: Isestorm Berlin)