Assisi aus neuen Perspektiven
Erste Studienreisen nach Assisi haben vor uns nach Ostern Entdeckungsfreudige beflügelt. Wir stellen hierein paar Impressionen zusammen, die Tipps für Überblicke sein können.
Als erstes der Blick vom Glockenturm des Domes auf das Stadtzentrum. Der Campanile di San Rufino ist seit Ostern wieder offen. Die Blicke in alle vier Himmelsrichtungen eröffnen reizvolle Einblicke in die Quartiere der Altstadt und Weitblicke ins Spoletotal.

Das Rathaus als "weltliches" Gegenüber zum Dom bietet den "anderen Blick".

Überaus reizvoll ist hier auch der Aufstieg auf den Glockenstuhl, in dem die riesige Sonnengesangsglocke von 1926 beeindruckt. Das Fest ihrer Weihe hat damals unter Mussolini und Bürgermeister Fortini die Annäherung zwischen italienischem Staat und isoliertem Vatikan befördert. Sie führte 1929 zu den Lateranverträgen.

Immer wieder reizvoll: die Blicke auf die Stadt aus der weiten Ebene -
für jene, die auf dem Klaraweg von der Portiuncula nach San Paolo delle Abbadesse in Bastia wandern und auf dem Percorso Verde dem Tesciofluss folgend nach Assisi zurückkehren:

¨Den weitesten Überblick bietet der Sasso Piano hoch über den Carceri am Subasio. Er reicht bei klarem Blick bis in die vewrschneiten Abruzzen, den Monte Amiata in der Südtoskana und die Apenninhöhen hinter Gubbio. Kein Wunder, dass es in dieser luftigen Weite auch Pferdeherden gefällt:

Und nach den Überblicken auch Einblicke: in Klaras und Franziskus' Freundschaft, mit den Skulpturen von Fiorenzo Bacci im Garten zwischen Portiunculakirche, -kloster und Bildungshaus einladend dargestellt. Das Bild zeigt die Studiengruppe der franziskanischen Vorlesung an der CTS Münster/Berlin, die Assisi in der Osterwoche erkundete,

Und ein letztes: das Flüchtlingsboot aus Lampedusa, das einst vor der Kirche San Francesco stand, findet sich heute fast etwas zu versteckt hinter der Mauer, die den Bosco San Francsco schützt! Es erinnert daran, dass auch heute täglich Verzweifelte auf dem Mittelmeer ihr Leben riskieren, um aus Krieg, Not und Hunger in Afrika infolge der Klimakatastrophe zu entkommen...


