Friede aus Ost - West - Nord - Süd
Die Impulse, die in den adventlichen Ranft begleitet haben, bleiben in das neue Jahr hinein aktuell: Der Kampf gegen die Pandemie spaltet unsere Gesellschaft weiter, die drohende militärische Eskalation an der russisch-ukrainischen Grenze ruft die Gespenster des Kalten Krieges zurück, eine mutige Antwort auf die drohende Klimakatastrophe bleibt weltweit aus...
Das franziskanische Friedensgebet im Ranft hat rund siebzig Gefährtinnen und Gefährten Mut gemacht, vertrauensvoll und engagiert zu bleiben. Die Impulse lassen sich jederzeit wieder mit auf einen besinnlichen Weg nehmen. Es muss nicht der Abstieg in den Ranft sein, auch wenn wir diesen Kraftort speziell schätzen.
Unser Ranftgebet fiel mit dem jüdischen Lichterfest des Chanukka zusammen! Und so brannte die Menorah, der siebenarmige Leuchter, diesmal auch vor der Zelle von Bruder Klaus und in der Unteren Ranftkapelle zur gemeinsamen Eucharistiefeier.
Impulse des franziskanischen Friedensweges in den Ranft
Der Ranft, wie er sich am Tag nach dem Friedensabend zeigte. Der frische Schnee liess die 400 Kerzen, die uns eine nächtliche Lichtspur in die Schlucht legten, zauberhaft leuchten.
Im Gottesdienst liessen wir uns vom Lukasevangelium leiten, das vor 800 Jahren auch die ersten Franziskaner über die Alpen kommen liess: "Im Reich Gottes werden Menschen aus Ost und West, Nord und Süd kommen und zu Tische sitzen" (Lk 13). Während Staaten und Staatengemeinschaften Grenzen ziehen und diese mit Stacheldraht schützen, spricht Gott von und zu einer Menschheitsfamilie, die er an seinem Tisch vereinen wird.


