Pilgerweg für Mutige - von Narni nach Assisi
Der Frühherbst hat gleich zwei Gruppen in die klassisch gewordene "Pilgerwoche für Mutige" aufbrechen lassen. Jedes Jahr führen die Wege des Franz von Assisi und seiner Brüder aus einer Himmelsrichtung nach Assisi. Die grössere der beiden Gruppen machte sich dieses Mal in Narni auf, um aus dem südlichsten Umbrien ins Rietital zu gelangen.
Narni bot für längere Zeit die letzte Einkaufsmöglichkeit und hinter der eindrücklichen Burg des Hügelstädtchens erwarteten uns ein erstes Mal die üppigen Wälder Mittelitaliens.
Immer wieder waren uns fantastische Ausblicke gegönnt über die in strahlendem Sonnenschein liegende Hügellandschaft.
Einladend, sich in dieser Weite zu bewegen!
Von Anfang an begleitet, hat uns unser Pilgerband. Wofür gehst Du? Was bewegt Dich, was ist Dir ein Anliegen? So fanden 17 Zettel in das Band und nach Assisi, wo wir unsere Bitten im Gebet vertrauensvoll in Gottes Hände übergaben.
Auf unseren Wegen haben sich Stadt und Stille abgewechselt. Tagsüber immer mal wieder in der Zivilisation, zogen wir uns v.a. nachts oft zurück auf Höhen und an stille Orte, wo Franziskanische Eremos Raum bieten für den Rückzug und dabei aber stets den Blick auf die Lebenswelten der Menschen offen halten.
Das Kloster Greccio z.B. erlebt am eindrücklichsten, wer von den Prati (Bergweiden) absteigt und dabei den Abstieg des Gottessohnes in unsere menschliche Welt betrachtet. Neben dem Klösterchen des ersten Krippenspiels der Geschichte setzten das Eremo Speco di Narni und das Kloster San Francesco di Monteluco auf dem heiligen Berg Umbriens eindrückliche Akzente.


Mut brauchten dabei vor allem unsere Kartenkundigen, die mehr als einmal Kompass und Höhenmesser zu Hilfe nehmen mussten, um uns auf Kurs zu halten. Das italienische Kartenmaterial ist von sehr unterschiedlicher Qualität und wir waren äusserst dankbar für die geschulten Augen unserer OL-Läufer!
In den Städten: Terni, Spoleto und Spello fanden wir aber nicht weniger sorgsame Aufnahme - bei den Kapuzinern, in der wirklich verrückten aber ausgezeichneten "Osteria del Matto" und schliesslich bei den grosszügigen Schwestern im "Piccolo San Damiano".

Ausserhalb der "zivilisierten Welt" verköstigte uns Beatrice' Küche vorzüglich und immer wieder kamen wir in den Genuss von feinem "Mitgebrachtem" von daheim.
Brunos Rucksack erwies sich da als wahre Wundertüte!
In Assisi verbanden sich die beiden Gruppen, um die Stadt von Franz und Klara auf Insiderwegen zu erkunden - und um im beginnenden Festrummel zum Franziskustag rechtzeitig wieder in den Alltag zurückzukehren.
Bild: die eine der Gruppen bei der Schlussfeier in der Sala bei unserem Hotel "La Rocca".


