Neue Horizonte

1500 km entfernt von der Schweiz, die in den ersten zwei Februarwochen in klirrender Winterkälte verharrte, begrüssen in Madrid jeden Morgen singende Vögel die aufgehende Sonne. Im Bild zwitschern sie auf einem Baum vor Niklaus' Fenster. Zwischen Kloster mit Hochschule El Cristo del Pardo und der Stadt liegt ein ausgedehntes Naturschutzgebiet mit den Jagdgründen des alten Königs Juan Carlos I.
Während in der Innerschweiz die Fasnacht ihrem Höhepunkt entgegen tanzt, weiten sich unsere Horizonte in eine ganz andere Welt. Genau 800 Jahre nachdem Franziskus seine Friedensmission in Spanien abbrechen musste und wieder nach Italien aufbrach, spüren wir zwischen Pyrenäen und Andalusien seiner Reise nach - und begegnen einer vitalen franziskanischen Familie heute. Bild: Skyline Madrids von der Hochschule Franziskanischer Studien (ESEF) aus, an der Niklaus eben zwei Wochen unterrichtet hat.
Ein Highlight dieser Tage ist die Präsentation der Doppelbiographie über Franz und Klara von Assisi, die nun auch in spanischer Übersetzung erscheint.

Der spanische Künstler und Mitbruder von Niklaus, Antonio Oteiza, hat ein sinniges Cover-Bild aus seinem Zyklus "Clara plantita de Francisco" beigesteuert. Nannte Klara sich selbst eine Pflanze des Poverello und ihn den Gärtner in der Anfangszeit von San Damiano, entfaltete sie seit der Spanienreise des Bruders 1214/15 die Gründung ihrer Gemeinschaft eigenverantwortlich und überaus fruchtbar. Das Bild zeigt denn auch Klara und Franziskus gemeinsam um eine kostbare Pflanze besorgt. Fray Antonio Oteiza schreibt zum Bild: "Clara y Francisco cuidan juntos de su planta, su proyecto de vida evangélico" (Klara und Franziskus pflegen gemeinsam ihre Pflanze, ihr Projekt eines Lebens nach dem Evangelium).


