Assisi musikalisch
Reisebericht „Assisi musikalisch 14. – 21. Juni 2014
Die achte aufeinanderfolgende – aber mit neuen Wanderungen und neuen Entdeckungen gespickte Reise – musste diesmal krankheitshalber ohne Joseph Röösli stattfinden. Sein Freund Rudolf Zemp sprang liebenswürdigerweise als „Direttore musicale“ in die Lücke und formte den 32-stimmigen Ad-hoc-Chor im Verlaufe der Woche zu einem wohltönenden, beglückenden Ganzen. Zudem hatten 7 Mitreisende ihre Instrumente mitgenommen, sodass ein sympathisches „Assisi-Septett“ entstand, welches am Freitag zu einem improvisierten Konzert einladen konnte.
Die Theologin Ruth Lydia Koch brachte uns in diversen Schritten das Leben Claras und Francescos näher. Es gelang ihr, die Aktualität dieser mittelalterlichen Heiligen auf beeindruckende Art darzustellen. Walter Steffen, der Historiker mit Schwerpunkt Mittelalter, ergänzte mit politisch-geschichtlichen Beiträgen von 1181 (Francescos Geburt) bis in die Neuzeit.
Die von Ostgoten erbaute und von Langobarden und Staufern erweiterte Burg Giomici bei Valfabbrica war das erste Tagesziel. Bei der späten Rückkehr vom Nachtessen im benachbarten Dörflein Acquasanta umschwirrten Leuchtkäferchen die geheimnisvolle Burg – romantischer geht’s nicht mehr.
Gubbio, Bevagna, San Felice, Montefalco und die Isola Maggiore im Lago Trasimeno (wo Francesco 40 Tage gefastet hatte) waren weitere Tagesausflüge. Die 6-stündige Wanderung über den Monte Subasio nach Armenzano und das ansschliessende Nachtessen auf dem Bauernhof von Herbert Marent gehörten zu den vielen „Highlights“ der Reise.
Beim abschliessenden Mittagessen im “Ristorante alle Roncole“ (bei Verdis Geburtshaus) wurden auch die unglaublichen Fahrkünste unseres Chauffeurs Urs Risi verdankt, welchem die einzigartige „Erstbefahrung“ der Gotenburg Giomici mit einem 38-Pätzer-Bus gelang.
Walter Steffen

