Pilgernd unterwegs
Die Romita di Cesi ist ein Bergklösterchen zwischen Terni und Assisi. In den Achtzigerjahren noch in Ruinen, hat es Bernardino Greco zusammen mit vielen Freiwilligen zu neuer Schönheit erstehen lassen. Der Pionier des franziskanischen Projektes San Masseo lebt seit 1989 in den Bergen hoch über dem römischen Ruinenfeld von Carsoli.
22 Pilgernde, die von Rom nach Assisi wanderten, erlebten hier franziskanische Gastfreundschaft der rustikal-herzlichen Art: Wir trafen unangemeldet ein und brachten die Speisen mit. Bernardino und Fabio freuten sich an der vitalen Gruppe, schilderten uns ihr Leben in den stillen Bergen und feierten mit uns in der Klosterkirche die Erfahrungen des Tages. Unser Abendessen ergänzten sie mit frischen Trauben ihrer Reben und mit herbem Wein. Die Nacht genossen einige in den spartanischen Zimmern, andere im Klostergarten und der Bruder in einer den alten Höhlen. "La Romita vede Roma, ma Roma non vede la Romita" (das stille Klösterchen sieht Rom, doch Rom sieht das Klösterchen nicht" bemerkte Bernardino beim atemberaubenden Rundblick vom Belvedere. Vom Rom her kommend, staunten auch wir über die kontrastreichen Kirchenwelten - die machtvolle in der "Ewigen Stadt" und die geschwisterlich-schlichte in Umbriens Bergen.

