Friedensgebet im Ranft
Im Park in Flüeli schauten die Gruppen in die Schlucht hinunter. „Wir steigen hinunter in den Ranft: uns erwartet ein Abstieg“, wurden sie informiert. Genauso sei auch der Advent zu verstehen, erläuterten die GruppenleiterInnen. Denn auch Gott sei in die menschliche Welt abgestiegen, er ist Mensch geworden. Schweigend ging es in die Schlucht. Bis zum ersten Halt gab es eine Frage mit auf den Weg: „Gott kam freiwillig in die Welt – wie stehe ich selber, aktuell, zu dieser Welt?“
Nach vier weiteren Weghalten samt Impulsen gab es bei der oberen Ranftkapelle einen Punsch zur Stärkung, bevor die franziskanischen Menschen im Ranft gemeinsam Eucharistie feierten. In den Fürbitten wurde folgendermassen gebetet: Migrationsströme: Kaum auf der Welt, hast du Christus mit deinen Eltern fliehen müssen! Öffne unsere Augen für die Menschen, die heute auf der Flucht sind. Zukunftsängste: Eurokrise und hoher Frankenkurs lassen die Arbeitslosigkeit in der Schweiz steigen! Ermutige alle Menschen, die den Boden verlieren, durch neue Erfahrungen echter Solidarität. Glaubenskrise: Beide grossen Landeskirchen sind je unter dreissig Prozent der Schweizer Bevölkerung geschrumpft. Begleite jene, die aus der Kirche austreten, mit deinem Heiligen Geist.
Nach dem Aufstieg nach Flüeli gab es einen Umtrunk, Gelächter und engagierte Gespräche, bevor die franziskanischen Menschen wohlgelaunt wieder nach Hause aufbrachen. Und einige zwinkerten sich dabei zu: „Zum Glück mussten wir dieses Jahr nicht durch den rutschigen Schnee waten. Es kann ja schon glatt sein in den Ranft hinunter“.
(Bericht Br. Adrian Müller, Luzern)

