Appenzell verabschiedet die Kapuziner
Eine Folge der ersten Klostergründung ausserhalb der Innerschweiz war die Landteilung in neugläubige Aussere Rhoden und das katholische Innerrhoden. Das Tätigkeitsgebiet der Wanderprediger reichte am Bodensee über Rorschach hinaus, tief ins St. Galler Rheintal und bis zur Wasserfluh im Toggenburg. Mit dem 1908 gründeten Kollegium ermöglichte der Orden auch Innerrhoden eine eigene Mittelschulausbildung und damit den direkten Zugang zur Matura und zu akademischen Berufen. Nachdem im Sommer 2007 der letzte Kapuzinerlehrer seine Tätigkeit am Gymnasium beendet hat, geht nun auch das Klostergebäude in die Hände des Kantons Appenzell über. Die Brüder werden von Regierung und Bevölkerung mit grosser Dankbarkeit verabschiedet. Am 15. August findet in Appenzell eine festlicher Dankgottesdienst mit Bischof Markus Büchel und Provinzial Ephrem Bucher statt. Auf diesen Zeitpunkt hin erscheint auch eine Festschrift, die das Wirken der Kapuziner in Seelsorge, Sozialwesen und Kultur, in Schule und Ökumene würdigt.

