Ranftweg

GV des Franziskanischen Dachverbandes INFAG

IMG 4474Am letzten Montag des Oktobers übergab die "ranghöchste Franziskanerin" ihr Amt in neue Hände. Da nämlich traf sich der Dachverband aller Franziskanischen Gemeinschaften der deutschsprachigen Schweiz - die INFAG - zur jährlichen GV im Franziskanerkloster Marienburg in Näfels.
Das wichtigste Traktandum: Wahlen - passend zum Thema, das uns in den vergangenen Tagen und Wochen stets beschäftigte!
 

 

In der Bildmitte Sr. Ruth Walker, Menzingen, scheidende Präsidentin der INFAG

 

Angefangen hat die Tagung allerdings gemütlich bei Kaffee und Gipfeli im altehrwürdigen Refektorium der Brüder. Ein guter Ort für ein "Familientreffen", an dem sich Schwestern und Brüder aus den franziskanischen Orden alljährlich begegnen und miteinander austauschen und auch beraten über die Zukunft der Franziskanischen Familie in der Schweiz.

Ebenfalls zur Tradition gehört ein bildender Vortrag am Vormittag, den dieses Jahr Br. Gottfried Egger hielt. Er erzählte aus dem Kommissariat für das Heilige Land und vom damit verbundenen Missionsauftrag der Franziskanerbrüder in der Schweiz.

Danach nahmen er und Br. Fidelis Schorrer die rund 45 Menschen mit auf eine Führung durch das traditionsreiche Kloster, das die Kapuziner errichtet und vor einigen Jahren an die Franziskaner abgetreten haben. Kaufpreis: Der symbolische Betrag von CHF 1.-!IMG 4468

An die Präsenz der Kapuziner an diesem Ort erinnert bis heute die typische "Kapuziner-Kirche", die mit einem schlichten Inneren aus Holz aufwartet.

Auch der Mittagstisch gestaltete sich in franziskanischer Schlichtheit. Br. Antonio kochte für die Anwesenden die traditionelle "Antoniussuppe". Jedes Jahr zum 13. Juni, dem Antoniustag, schenken die Brüder zur Feier des Tages diese Suppe aus - die Teilnehmenden an der GV kamen zusammen mit feinem Brot und einem guten Stück Alpkäse nun Ende Oktober in diesen Genuss. Die örtliche Spezialität "Glarner Beggeli" und eine Tasse Kaffee rundeten das gelungen Mahl ab, und das Refektorium wurde aufs Neue parat gemacht für den geschäftlichen Teil am Nachmittag.

Die GV nahm die Jahresberichte des Vorstands und der verschiedenen Arbeitsgruppen - unter anderem dem Tauteam - einstimmig ab.
Auch die Jahresrechnung bereitete keine Schwierigkeiten, die stabilen Finanzen verlangen für die nähere Zukunft keine Anpassungen.

Das wichtigste Traktandum schliesslich waren die Wahlen.
Sr. Ruth Walker stellte sich für keine weitere Amtszeit zur Verfügung, ebenso kündigte Sr. Hildegard Zäch, die die INFAG der Schweiz international vertritt, auf nächsten Sommer hin ihr Ausscheiden aus dem Vorstand der Gesamt-INFAG an. Für beide Schwestern galt es also, die Nachfolge zu klären. Die restlichen Mitglieder des Vorstands waren bereit, ihre Aufgaben auch für eine weitere Legislaturperiode zu übernehmen.

Der Vorstand hatte im Vorfeld gute Arbeit geleistet und so konnte er der GV für beide frei werdenden Ämter Vorschläge unterbreiten. Sr. Nadja Bühlmann, Baldeggerschwester aus dem Generalrat, war bereit, sich neu in den Vorstand und zur Präsidentin wählen zu lassen. Und Sr. Ruth Walker stellte sich zur Verfügung, ab Sommer 2016 von Sr. Hildegard Zäch die Vertretung der INFAG Schweiz im internationalen Vorstand der Gesamt-INFAG zu übernehmen. Und da sich erwartungsgemäss keine anderen Kandidaturen ergaben, wurden die beiden Frauen ohne grosses Wenn und Aber gewählt.

IMG 4481 SchnittIn der Bildmitte: Die neue INFAG-Präsidentin, Sr. Nadja Bühlmann, Baldegg.

 

Unter verschiedenem schliesslich gab die neuste Arbeitsgruppe der INFAG Auskunft über nächste mögliche Schritte in Sachen franziskanischer Jugendarbeit. Die Arbeitsgruppe wird in den kommenden Wochen eine Bildungsveranstaltung planen, die zum Thema haben wird, wie und wodurch die Klostergemeinschaften ihre Kontakte zu Jugendlichen und zu Jugendarbeitenden gestalten und pflegen können.

 

 Am Ende der Tagung blieb es, zu danken: Den Brüdern für die grosszügige und unkomplizierte Gastfreundschaft, der scheidenden Präsidentin für ihr langjähriges Engagement und der neuen Präsidentin für ihren Mut und den guten Willen, sich auf dieses Amt und das Gestalten der Zukunft der INFAG einzulassen.

 

 PDF IconJahresrückblick Tauteam 2015